Das Funktionieren von Patchwork-Familien ist wie der Name schon sagt Arbeit. Mama oder Papa sind zwar verliebt in den neuen Partner/ die neue Partnerin, für die Kinder ist der neue Menschen an der Seite der Eltern aber fremd. Umgekehrt mag seitens des neuen Lebensmenschen von Mama oder Papa zwar eine gewisse Sympathie für die „Bonuskinder“ da sein, es sind aber nicht die eigenen Kinder, denen man von Natur aus bedingungslose Liebe entgegen bringt. Wenn dann auch noch Ex-Partner*innen, Geschwister/ Halbgeschwister/ Bonusgeschwister und (Bonus-)Großeltern dazu kommen, wird es noch komplizierter.

„Plötzlich bin ich die böse Stiefmutter.“  – „Ich stehe ständig dazwischen.“  – „Irgendwer ist immer unzufrieden.“  – „Ich mag Kinder, aber nicht in meinem Bett.“  – „Die Neue an seiner Seite hat meinen Kindern nichts zu sagen.“ – „Als Stiefmama/ Stiefpapa hab´ ich sowieso nie was mitzureden.“ – „Wir können nicht frei entscheiden, weil meine Ex-Frau/ mein Ex-Mann immer um Erlaubnis gefragt werden muss.“  – „Ich bin immer nur „die Neue“ an seiner Seite“  –  „Bei all den Verpflichtungen bleibt keine Zeit für uns als Paar mehr.“

In Patchwork-Konstellationen treffen viele unterschiedliche Rollen, Bedürfnisse und Werte aufeinander. Es braucht Zeit, darüber zu verhandeln und ein gutes Miteinander zu finden.

Beratungsthemen können sein...

die unterschiedlichen Rollen und Bedürfnisse sichtbar machen

die unterschiedlichen Bedürfnisse unter einen Hut kriegen

einen Platz im Familiensystem finden, der mir gut tut

meine/ unsere Grenzen (an)erkennen

eine neue Identität als Familie aufbauen, gemeinsame Werte entwickeln

unterschiedliche Erziehungshaltungen reflektieren

einen guten Umgang mit Konflikten finden